Es gibt ganz viele unterschiedliche Meinungen zum Thema Windelfrei. Manche Eltern lassen sein Kind entscheiden, weil es klar ist, dass kein gesundes Kind noch in der Schule eine Windel trägt. Es gibt viele, die sagen, dass ein Kind einfach seine Zeit braucht und es klappt, meist von einem Tag zu anderem.

Auf der zweiter Seite sind Eltern, die lieber mit Töpfchentraining anfangen und möchten so schnell wie möglich die Windelzeit hinter sich haben.

Wie genau der Töpfchentraining läuft und wie bringt man ein Kind bei, trocken zu sein?

Ich erzähle euch wie es bei uns geklappt hat! Es ist meine persönliche Erfahrung mit meinem Kind.

Auf dem Web findet ihr ganz viele Methoden, wo ein Kind in einer Woche windelfrei ist. Ich glaube nicht, dass es der Wahrheit entspricht, denn ich denke, die ersten 7 Tage sind nur Anfang und zwar schwerer Anfang. Bei uns dauerte es 3 Wochen, bis mein Kind bereit war und mit wenigen Unfällen tagsüber ohne Windel lief.

 

Hier sind meine 3 wichtige Punkte, wie ihr das ohne Stress, Tränen oder Drohungen schafft.

  1. Richtiger Zeitpunkt

Wenn du in der Küche mit einem Rezept stehst, ist die halbe Arbeit schon fertig, sagt man 🙂 So ist es auch, wenn du den richtigen Zeitpunkt erkennst. Dein Kind gibt kleine Anzeichen, wenn es auf die Toilette muss oder zeigt irgendwelche Interesse am Töpfchen – Das ist die richtige Zeit! Ich muss zugeben, dass meine erste Tochter noch gar nicht bereit war, wo wir mit dem Töpfchentraining angefangen haben. Sie war nur 16 Monate alt und für mich war es purer Horror und Stress. Nach dieser Erfahrung war ich natürlich sehr skeptisch, wie es bei zweiter Tochter laufen wird und ich wollte auf keinem Fall zu früh anfangen. Doch mit 18 Monaten schien sie bereit zu sein und es ging alles sehr glatt.

2. Geduld

Ich wählte mir eine ruhige Woche aus, wo ich ganz viel Zeit für mein Kind hatte und ließ gleich am morgen die Windel weg. Ich stellte mein Wecker für alle 10 Minuten ein und setzte sie auf Töpfchen. Falls sie pinkelte, lobte ich sie, aber machte nicht ein großes Theater. So haben wir 2 Tage gemacht und am Tag 3 habe ich sie alle 15 Minuten auf Toilette gesetzt. Am 4. Tag waren es schon 20 Minuten und bis Ende der Woche war der Abstand 30 Minuten. Ich habe die Windel ganz weggelassen, auch draußen, da die Temperaturen sehr angenehm waren – die beste Jahreszeit für so was ist auf jeden Fall Sommer. Denn eine Leggins und Höschen nehmen tatsächlich weniger Platz in der Tasche als Winteroverall und Strumpfhosen 🙂

3. Nicht befehlen, sondern fragen

Die erste Tage habe ich meiner Tochter nur gesagt, dass wir auf die Toilette gehen. Aber nach ca. 4 Tagen habe ich angefangen zu fragen, ob sie jetzt muss. Erst nach 2 Wochen habe ich sie entscheiden lassen. Es ging ihr wirklich super und es ist ganz normal und verständlich, dass ab und zu mal ein Unfall passierte. Es hilft nicht, wenn sie befehlen, drohen oder irgendwelche Strafen ausdenken. Es reicht, wenn du sagst, dass man Pipi auf der Toilette macht, so wie Mama/Papa/Geschwister. Alles weitere übernimmt dein Kind und wird schon sein Weg um trocken zu werden, finden.

Ein paar Worte zum Schluss:

  • Es sagen viele, dass einem Kind seine Zeit zu lassen das Beste ist und das kann ich auch verstehen. Aber mein Kind war in diesem Fall mit 18 Monaten bereit. Ich habe nur geholfen und den richtigen Weg gezeigt.
  • Mit dem Töpfchen anfreunden! Also dabei ein Buch lesen oder nebenbei spielen oder meine Kinder fanden den Kinder-Toilettensitz sehr interessant!
  • Stress euch nicht und habt keinen Angst! Ich hab zum Beispiel ins Autositz die Wickelunterlage gelegt, damit es gesichert ist, wenn was passiert. Und ich hatte Wechselkleidung immer dabei. Weil, nur wenn DU fest überzeugt bist, dass es klappt, dann klappt es wirklich.
  • Vergesst nicht, dass ein Kind in der Nacht und zum Mittagsschlaf immer noch eine Windel braucht. Nimmt die raus, wenn es 2 Wochen lang trocken ist.  

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