Neulich las ich einen Blogartikel wo stand, das es nicht nötig ist immer in der Nähe von unseren Kindern zu sein. Davor machte ich mir nie Gedanken darüber, ich war immer mit meinem Kind! Aber ist das richtig so?

 

Wenn meine erste Tochter zur Welt kam dachte ich, dass ohne meinem Milch und Mich wird sie nicht überleben. Als sie dann ungefähr ein Jahr alt war, musste ich sie abstillen und merkwürdigerweise überlebte sie das 🙂 Auch wenn ich sie mal ein ganzen Tag mit Oma ließ, schaffe sie es ganz problemlos.

Sonst war ich immer bei ihr, ich spielte mit ihr, malte, tobte, ich tröstete sie sofort, eine heruntergefallene Spielzeug hob ich sofort auf. Ich glaube nicht, dass mein Verhalten falsch war, nur manchmal übertrieben. Meine Tochter wusste ganz genau, dass sie automatisch ohne Mühe eine heruntergefallene Spielzeug oder alles andere sofort bekommt, weil ich immer in der Nähe war.  Ich ließ sie fast nie etwas alleine machen und jetzt, wenn ich sage sie soll es alleine machen, ist sie wütend oder versteht nicht warum.

Sie ist aber wirklich sehr klug. Mit 2 Jahren kann sie volle Sätze bilden, zählt bis 10 in Muttersprache und Englisch, spielt Puzzle für 4 Jährige Kinder, malt ein Kugel Gesicht mit Augen, Nase und Mund, zieht alleine die Schuhe an, kennt alle Tiere und Farben, und erkennt auch ein paar Buchstaben. Auf der anderer Seite mag sie fremde Menschen und Kinder nicht, mag nicht alleine spielen, ist ängstlich. Vielleicht liegt es an ihrer Charakter, der sie schon von Anfang an hat, oder liegt es daran, dass ich immer in der Nähe war…

Wenn meine zweite Tochter zur Welt kam und traf ich ein paar rasante Änderungen. Ich komme wenn sie weint, ich gebe ihr den Schnuller, ich beruhige sie, ich kuschle mit ihr, aber ich bin nicht immer dabei, bereit zu helfen. Ich lasse sie auch mal versuchen, kämpfen dafür was sie möchte. Sie kann an seine Grenzen kommen und sehen, ob sie doch nicht alleine den Ziel erreicht. Ich bin bei ihr, aber nicht mehr als Soforthilfe, sonder als Beobachterin. Ich freue mich sehr wenn ich sehe, wie sie viele Sachen alleine schafft oder mal kurz alleine spielt.

 

Ich glaube, den goldene Mittelweg ist hier die richtige Weg. Das Kind lieben, zeigen was geht und wie es geht, allen was wir können beibringen, aber nicht immer in der Nähe stehen und sofort helfen. Es sind so viele Sachen, die Kinder alleine ohne Hilfe schaffen, aber wenn wir das immer automatisch machen, dann werden die sich nicht mehr bemühen müssen. Lassen wir die Kinder sich selbst zu kennen und sehen, welche wunderbare Kraft sich in diesem kleinem Körper versteckt.

Keiner Mensch ist perfekt und wir alle lernen während den Leben immer etwas neues. Das wichtigste ist, die Fehlern zu erkennen und sich verbessern.

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