Ich war damals 20 Jahre alt, als ich erfuhr, dass ich schwanger bin. Meine Freundinnen gingen derzeit in die UNI oder suchten ersten Job und bildeten seine Karriere. Genau in der Zeit befürchtete ich, wie ich schaffe um ein kleines Kind sich kümmern. Um ehrlich zu sein, hatte ich einfach nur Angst, was die Leute sagen, wie die Umgebung reagieren wird. Ich nahm mir vor, dass ich allen zeige, dass eine junge Mutter eine gute Mutter sein kann.

An sich gewöhnen

Wenn meine erste Tochter zur Welt kam, war es der schönste Moment in meinem Leben. Wie aus romantischen Buch. 🙂 Das erste mal Stillen, Wickeln, Anziehen. Nichts leichtes für mich. Aber die Maus machte brav mit und meine Plumpheit strafte gott sei dank nicht mit dem Weinen. 🙂 Zu Hause änderte sich mein Leben radikal. Sorgenfreien Schlaf änderte sich auf den Kampf mit lebendem Wecker, Nachts aufstehen, Baby wickeln, beruhigen und hutschen. All diese, jetzt schon ganz normale, Aufgaben, waren für mich sehr anstrengend. Ganz tief im Herz spürte ich, dass ich nicht einfach so aufgeben kann, dass das Baby niemandem außer mich hat.

Der Zeit lief für mich sehr langsam und ich wünschte mir, dass die Michaela so schnell wie möglich läuft und spricht. Auf der anderer Seite freute ich mich von jeder Lächeln, jeden Schritt nach vorne. Auf einmal waren wir ein gutes Team und ich wusste, dass ich am besten weiss, was Michaela braucht. Alle Probleme klärte ich sehr intuitiv und empfindlich, und ich wollte die Ratschläge vom Internet und mehrfach Mamis einfach vermeiden. Ich fand mich in die Mutterrolle ein und ich lernte sehr viel davon. Das Kind ist die beste Schule für Selbstbeherrschung. Ich lernte wie wir mit dem Ärger und Müdigkeit den Tag schaffen sollen.

Nach einem Jahr…

Plötzlich merkte ich, dass ich nicht mehr frei bin. Ich habe Verantwortung für einen neuen Mensch, aber ich fühlte mich so wohl und ich war glücklich so. Es hat mich nicht mehr interessiert was andere Leute über mich sagen. Was die denken, wenn mein Kind im Kinderwagen weint.

Ich lebte nur für mein Baby.

Heute weiss ich schon, dass ich auch diese Momente bis 1 Jahr mehr genießen sollte. Es war schön zu sehen, dass das Baby immer auf mich gibt, dass es mich braucht. Wir als Eltern waren für sie den ganzes Leben – Anfang und Ende.

Jetzt weiss ich, dass die Michaela nichts macht um sie zu ärgern (auch wenn es manchmal so aussieht 😀 ). Bevor ich auf sie schreie, überlege ich nochmal, ob es wirklich so “schlecht” war. Wenn sie böse ist oder Wutanfall hat, ist das deswegen, weil sie anders seine Unzufriedenheit nicht erklären kann. Ich achte darauf, was mein Kind macht. Sie kopiert uns. Ich möchte nicht ihr Feind sein, sondern Mitkämpfer, es wird leichter.

 

Man muss nicht so viel erziehen, sondern mit Liebe begleiten und die richtige Weg zeigen. Weniger Weinen bringt mehr Ruhe für alle. Zufriedene Mami hat zufriedene Kinder. 🙂

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