Ich wünschte mir schon immer eine spontane und natürliche Geburt. Bei dem erstem Baby war es nicht der Fall so hoffte ich, dass es diesmal klappt. Ohne Einleitung, ohne Medikamente, ohne PDA. Ich habe mich auf die Geburt mit dem Ballon vorbereitet und mich viel belesen.

Ich war mir sicher, dass mein Plan diesmal klappt.

Es begann die 39.SSW, wenn mir meine Frauenärztin mitteilte, dass diese Geburt sehr schnell verlaufen kann. Baby´s Köpfchen lag schon sehr tief im Becken und eine Woche vor der Geburt war Muttermund bereits auf 1cm offen. Die ganze Woche tat sich aber nichts, Wehen waren nicht in Sicht und ich hatte Angst, dass ich wieder die Einleitung eingehen muss.

 

Eröffnungsphase

Ich freute mich an dem Morgen sehr, wenn ich die erste Schmerzen spürte. Der Tag war sehr schnell vorbei und ich musste festellen, dass es nur die Übungswehen waren. Am Abend spürte ich doch die richtige Wehen, regelmäßig alle 15 Minuten. Mein Mann war so erschrocken, dass wir direkt ins Krankenhaus führen. Wir waren bald aber wieder zurück mit einem Zäpfchen gegen Bauchkrämpfen. Der Arzt informierte mich, dass die Wehen stärker und intensiver werden, wenn es so weit ist.

Und so war es auch. Ich wollte zu Hause noch einschlafen, aber es ging nicht mehr. Um Mitternacht wollte ich die Wehen, die alle 5 Minuten kamen, im Wohnzimmer durchatmen. Ich weckte meinem Mann und rufte die Oma, damit unsere 1 und halb jährige Tochter nicht alleine bleibt. Um halb zwei kamen wir ins Krankenhaus und es ging sofort los.

 

Die Geburt – Austreibungsphase

In diesem Krankenhaus machen die Ärzte den Dammschnitt immer, jeder Frau, vorsichtshalber. Deshalb lehnte ich auf eigenen Wunsch den Dammschnitt ab. CTG Kontrolle zeigte die regelmäßige Wehen und der Arzt platzte die Fruchtblase. Dabei sagte er auch, dass ich bei Wehen direkt pressen soll. Ich erinnere mich auf die erste Entbindung, wo ich von der geplatzter Fruchtblase bis Pressen eine Stunde die Wehen durchatmen sollte.

Die zweite Geburt war anders wie die erste.

Das kleine Wunder erblickte um 02:25 das erste Mal den Welt. Mit 2750 gram und 46 centimeter. Es war wunderschön, sie war auf zwei Wehen raus und das ganze ohne Dammschnitt, Oxytocin, PDA und co. Es war eine schnelle und gefühlt eine schmerzfreie Geburt.

Ein Tag nach der Geburt

Nachgeburtsphase

Diese Momente werde ich niemals vergessen. Und ich danke meinem Mann, dass er immer bei mir steht und natürlich ganzem Krankenhaus-Team. Der Arzt so wie die Hebamme waren so herzig und gut gelaunt. Ich freute mich sehr und nach 2 Stunden konnte ich sogar wieder stehen und laufen. Am zweiten Tag war ich wieder ganz fit und erholt.

 

Also ich bin der Meinung, dass die Geburt auch so schnell und fast ohne Schmerzen verlaufen kann. Ich bin überaus dankbar, dass ich zu den Frauen gehören, für die die Entbindung eine wunderschöne Erinnerung ist.

 

2 KOMMENTARE

  1. Hallo
    Ich habe heute deinen Blog entdeckt, da ich mich über die Geburtsvorbereitung mit dem Ballon am informieren bin.
    Darf ich fragen: denkst du, ohne dein Training wäre es nicht so gut von statten gegangen?

    Ich werde in einem Geburtshaus gebären, also auch ohne PDA oder andere Schmerzmittel. Zudem machen sie da so gut wie nie einen Dammschnitt. Die Hebamme da hat uns den Epi-No empfohlen. ich finde den aber extrem teuer und überlege daher auch, denn Aniball zu kaufen… Funktionieren tun die ja gleich, oder?

    So, werde jetzt dein Blog noch etwas durchforsten. 🙂

    Beste Grüsse aus der Schweiz
    Corina

    • Hallo Corina,
      ich kann nicht genau sagen, ob es daran lag, dass ich mit dem Ballon geübt habe. Es mag natürlich sein, dass ich nur Glück hatte, aber ich bin mir sicher, dass ich mich auf die Geburt nicht besser vorbereiten konnte. Ich spürte diese Muskeln, die ich vorher nicht kannte. Bei den Presswehen erkannte ich diesen Druck, den ich mit dem Aniball auch erlebte und bekam keinen Angst. Ich bin davon überzeugt, dass es mir geholfen hat.

      Auf dem Markt gibt es auch verschiedene Öle, die durch Massage den Beckenbodenmuskulatur stärken. Ich finde, es ist mit dem Ballon das gleiche, nur effizienter. Es stärkt und baut den Beckenbodenmuskulatur auf. Es ist wie eine simulierte Geburt.

      Falls ich noch einmal schwanger wurde, werde ich wieder Aniball nehmen.

      Wie du dich schon entscheidest, ist deine Wahl, ich wünsche Dir alles gute und eine schöne, schnelle und problemlose Geburt ♥

      Liebe Grüsse
      Martina von jomamis.de

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