Ich stand da, vor dem positiven Schwangerschaftstest und wusste nicht, ob ich weinen oder sich freuen soll. Zu diesem Zeitpunkt war ich 21 Jahre alt und hatte einen tollen Freund, mit dem ich den Rest meines Lebens bleiben wollte. Meine SS verlief ziemlich ruhig, die Vorfreude stieg jeden Tag und ich habe mich in meinem Körper sehr wohl gefühlt. Übelkeit hatte ich selten. Ich war immer ein gesundes Mensch so habe ich mich auf eine spontane Geburt gefreut…

 

 

Ultraschall Bild

Meine Frauenärtztin hat den ET auf Ende März ausgerechnet. Wenn ich aber 2 Wochen vor dem ET zur Kontrolle kam hiess es, ich muss sofort ins Krankenhaus wegen erhöhtem Blutdruck. Präeklampsie (erhöhtes Blutdruck in SS) war es gottseidank nicht, aber als Erstgebärende sollte ich schon im KH bleiben. Ich wurde informiert, dass meine Geburt eingeleitet wird. Mit meinen jetzigen Kenntnissen würde ich es absagen, aber damals dachte ich, es muss halt so sein. Am ersten Tag habe ich Prostaglandin-Injektion bekommen. Danach bekam ich Fieber und so musste ich weitere 3 Tage nur warten. Das einzige was geschah war morgens die CTG Kontrolle. Ich war immer sehr aktiv und die Langweile war für mich unfassbar schwer. Ich habe meinen Mann vermisst und wollte alles hinter mich haben. Um Mitternacht von Montag auf Dienstag bekam ich endlich die Prostaglandin – Vaginale Tablette da die spontane Geburt nicht in Sicht war.

 

Und so begann mein Geburtsbericht…

Um 1 Uhr nachts weckten mich Bauchschmerzen. Ich wollte noch einschlafen, aber es ging nicht mehr. Die Wehen hatte ich alle 7 – 8 Minuten. Auf der Flur hörte ich wie der Arzt und die Krankenschwestern schlafen bzw. schnarchen. Ich wollte die aber nicht wecken, denn ich dachte es ist noch nicht so weit. Um 4 Uhr kam endlich eine Krankenschwester raus und ich sagte nur: “Endlich sind Sie da, ich glaube, ich habe die Wehen.” 🙂

CTG

Ich wurde also von der Arzt untersucht und ging auf der CTG Kontrolle. Ich kann mich jetzt nicht genau erinnern was geschah, ich sollte aber schon ins Kreißsaal gehen. Hier konnte ich meinen Mann anrufen. Ich habe mich umgezogen und der Doktor hat mir die Fruchtblase geplatzt. So schnell wie möglich kam mein Mann. Ich bedauere keine Sekunde, dass er bei mir war. Ich konnte mich bei ihm besser entspannen und war froh, dass jemand, der mich so gut kennt bei mir ist. Wenn ich auf einmal den Gefühl hatte, dass ich pressen muss, kam der Arzt und ich sollte auf die Wehe warten und dann pressen. Es ging sehr schnell. Auf 2x pressen um 06:50 war unsere Prinzessin Michaela raus und wir konnten es in vollen Zügen geniessen.

Die alle erste Foto

“Es war der schönste Moment meines Lebens!”

 

Ihr habt wahrscheinlich eine unendliche Geschichte mit viel Schmerz erwartet. Es sind viele ähnliche im Internet. Aber meine Geburt war ganz den Gegenteil. Ihr Körper nahm diese Gottesgabe an, ein Wunder unter dem Herz zu tragen. Ihr habt sich ganze 9 Monate darauf vorbereitet – hormonell, seelisch und körperlich. So vertrauen Sie ihrem Körper, ihr schafft das mit einem Lächeln auf den Lippen. Ihr seid stark. Ihr wurdet in diesem Moment ganz genau wissen, dass Sie machen sollen. 🙂

Auf dem Weg nach Hause

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